22.10.2022 – Tokio / Nikko

Um 08:00 fuhren wir vom der Asakusa / Tokyo Skytree Station ab und kamen um 09:48 in Tobo-Nikko an. Gebucht haben wir beim Tourist Office in der Asakusa / Tokyo Skytree Station.

Nikko ist eine im 17. Jh. erbaute Schreinanlage 125 km nördlich von Tokyo. Über 40 herrliche Tempel, Schreine und Mausoleen liegen hier in einem malerischen Gebirgstal. Ein japanisches Sprichwort lautet: ,,Sage nicht prachtvoll, bevor du nicht Nikko gesehen hast.”

Wahrlich eine schöne Anlage 🤟

Shinkyõ, genannt heilige Brücke, durfte früher nur von Kaiser oder einem kaiserlichen Abgesandten betreten werden und gehört zu den drei schönsten Brücken in ganz Japan.

Shinkyõ Brücke – wenn man sie betreten will, muss man zahlen
Im Hintergrund die Brücke

Rinnõ-ji Tempel (€ 6 pP) für 2 Tempel. Im ersten Tempel „Sanbutsudo“, der neu renoviert ist, befinden sich 3 übergroße Buddha Statuen. Im 2ten Tempel „Taiyuin“ betete ein Mönch über Feuer. Leider war bei beiden fotografieren verboten.

Rinno-ji Tempel
3 Buddahstatuen

Im nächsten Bereich – Schreine und Tempel – wurden wieder € 9 pP fällig. Zahlen muss man überall und spenden kann man noch öfters.

Um die Unterschiede zwischen Schreinen und Tempeln zu verstehen, müsst ihr zunächst diese beiden Religionen in Japan unterscheiden können. Die Shintō-Religion (神道) oder auch der „Weg der Götter“, in ihrer wortwörtlichen Übersetzung, ist die Hauptreligion in Japan (mehr als 90 Millionen Gläubige bei 126 Millionen Einwohnern im Land). 

Nach dem 9 Meter hohen steinernen Torii, Japans größtes Stein-Tori,
steht die fünfstöckige Pagode „Gojū-no-tõ“

Tõshõ-gū: Dieser Schrein wurde zu Ehren und als letzte Ruhestatte des Shoguns Tokugawa leyasu (1542-1616) erbaut. Er war der Grinder des über 250-jährigen Tokugawa-Shogunats (1603-1868), der längsten Friedenszeit in Japans Geschichte. Sein Sohn Hidetada gründete den Schrein 1617, aber 1636 ließ der dritte Shogun, Tokugawa lemitsu, die Anlage erheblich umbauen.

Tosho-gu Schrein
Innerer heilige Schrein

Den inneren heiligen Schrein erreicht man durch das Sakashita-mon, ein Tor, das eine von Hidari Jingorõ geschnitzte schlafende Katze ziert. 207 Treppenstufen führen zunächst zum heiligen Schrein, hinter dem sich das eigentliche Grabmal Tokugawa leyasus befindet. Die menschlichen Überreste des Shoguns sind in einer kleinen bronzenen Pagode aufbewahrt.

Um 14:23 nahmen wir wieder den früheren (original 15:54 gebucht) Zug und fuhren zurück nach Tokio.

Sky
Tree

Wetter: Bewölkt bei 18 Grad.

Anmerkung: Kontaktloses Zahlen mit dem Handy (NFC) ist fast nicht möglich. Physische Kreditkarte akzeptieren sie ebenso wie Bargeld. Gekreuzte Hände deuten darauf hin, dass es nicht funktioniert bzw. außer Betrieb ist.

INFO FÜR JAPAN REISENDE:
Wenn ihr schon einen JAPAN RAIL PASS besitzt und einen Account habt, könnt ihr online eure Tickets kaufen. Ihr müsst euch einloggen und unter „Reserve a Seat“ die Route suchen und die Plätze reservieren. Dann müsst ihr mit eurem JR-Pass (QR Code) an eine „reserved seat ticket machine“ oder zu einem Ticket office („midori-no-madoguchi“) gehen um die Tickets auszudrucken. Beides ist nur in einer JR-Station möglich. Wenn ihr einen Fehler bei der online Buchung gemacht habt, müsst ihr euch die Tickets ausdrucken und bei einem JR-Counter (nur dort) canceln lassen. Das ist nur notwendig, wenn ihr neue Tickets lösen wollt, die in den Zeitraum der schon gebuchten Zeit fallen (overlap).

Impressionen

2 Hasen im Kinderwagen
Lebender Hase mit Kimono
Morgen verlassen wir Tokio, sorry. Es war uns eine Ehre

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