15.11.2022 – Yagaji / Naha / Fukukoka / Busan

Um 6:00 wurden wir von einem Taxi abgeholt. Wir ließen uns nach Nago bringen, von wo der Airport Express Bus zum Flughafen nach Naha um 6:45 abfuhr. Um ca. 09:00 erreichten wir den Flughafen.

Für mich:
Peach Airline um 11:50 von Okinawa (Naha) nach Fukuoka. Preis: € 58. Ankunft: 13:00.
Jeju Air um 15:10 von Fukuoka nach Busan (Südkorea). Preis: € 140. Ankunft: 16:00.

Für Martina:
Skymark Airline um 10:45 von Okinawa (Naha) nach Tokio (Haneda). Preis: € 92,84. Ankunft: 13:00.
Türkish Airline um 19:50 von Tokio (Haneda) nach Wien mit Zwischenstopp in Istanbul. Ankunft: 09:10.


Für Martina geht es zurück in die Heimat, für mich weiter nach Südkorea. Ich hoffe, ihr begleitet mich weiter und haltet mir die Treue.
https://claus-reisen.blogspot.com/
https://suedkorea2022.ichauswien.at/

Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut.


Resumee:
In unseren 4 Wochen sahen wir nur ein bisschen von dem großem Lande. Wir bekamen aber doch ein bisschen Einblick in die Kultur und in das Leben. Japaner sind sehr höflich, zuvorkommend und hilfsbereit. Bei Sehenswürdigkeiten, Strassenübergängen, Garagenausfahrten in Städten und öffentlichen Einrichtungen wird man von Einweisern höflich auf die weiter zu gehende Richtung hingewiesen. Manchmal nicht schlecht, aber die Individualität kommt dabei unter die Räder. Japaner/innen lieben Ordnung, Sauberkeit und Regeln. Also ob sie Regeln lieben, weiß ich nicht so genau, aber sie befolgen sie. Brav bei den öffentlichen Verkehrsmitteln in einer Schlange anstellen. Obwohl jeder mit seinem Handy verheiratet zu sein scheint, sieht bzw. hört man sie nicht telefonieren. Laut sein ist hier überhaupt kein Thema.
Essen ist sehr gut und gesund. Sushi, Sashimi, Tempura, Misosuppe, Yakitori (Spießchen), Yakiniku (BBQ) – um nur ein paar von den Speisen aufzuzählen. Preise sind ein bisschen niedriger als bei uns. Geräuschvolles Essen gilt als Zeichen dafür, dass es besonders gut schmeckt. Haben wir zum Glück nicht oft erlebt, aber doch. Natürlich wird mit Stäbchen gegessen. Anders als bei uns wird das Essen in Japan nicht auf einem einzigen Teller, sondern in vielen kleinen und kunstvoll angerichteten Schälchen serviert. In einem japanischen Restaurant wird meist ein feuchtes, weißes Tuch (kalt oder heiß) gereicht, das hauptsächlich vor dem Essen zur Handreinigung dient und während des Essens als Serviette genutzt werden kann. Ein Glas Wasser wird immer gereicht. Gegessen wird an normalen Tischen und Sesseln oder am Boden, je nach Restaurant. Am Boden im Türkensitz ist am anstrengendsten für uns 🥴. Besonders das Aufstehen danach mit voller Wampe. Sitzplätze werden zugeteilt. Zahlen kann man Bar, mit Kreditkarte und selten auch Kontaktlos.

In den Unterkünften sind immer Schlapfen, Pyjama, Badeutensilien (Zahnbürste, Zahnpasta, Waschlappen, Kamm, Bürste, Rasierer usw.) vorhanden. Private Bereiche werden nie mit Schuhen betreten. Es stehen immer Schlapfen für den Weitergang bereit. Am Klo ist dieser aber nicht mehr sehr weit!

Bezahlen kann man, wie schon erwähnt, Bar mit Kreditkarte oder selten Kontaktlos. Auch kein Problem mit größeren Scheinen (YEN 10.000 = € 70). Oft gibt es Maschinen, die Geld wechseln. Zum Beispiel bei Gepäcksaufbewahrungen, in Strassenbahnen oder Bussen. Taxifahrer können immer rausgeben !

Reisen in Japan mit dem Shinkansen ist bequem und schnell. Die Beinfreiheit in den meisten Zügen und Bussen ist größer als bei uns, obwohl die Leute hier kleiner und mehr sind. Generell ist das Reisen hier einfach, wenn man weiß, wo man reservieren muss und japanisch kann. Internetadressen für Züge, Busse, Boote sind selten bis gar nicht in Englisch vorhanden. Es empfiehlt sich daher, schon vom Ausgangsland ein bisschen vorzureservieren.
Sehr oft sind die Beschreibungen nur auf japanisch. Auch in den Unterkünften ist es oft der Fall, dass man Klospülungen, Fernseher, Klimaanlagen, Licht usw. nicht lesen kann. Wir verwendeten Bixby Vision, mit der man online übersetzen kann. Natürlich muss man dafür Internet haben. Zur Konversation ist unbedingt der „online Google Übersetzer“ notwendig.
Gemütliche Lokale, wo man abhängt, chillt oder sich ansauft haben wir in Japan keine entdecken können. Wahrscheinlich arbeiten sie nur.

Tokyo ist groß und teilweise hektisch. Im Asakusa 4tel wo wir wohnten, war es noch ziemlich ruhig. Wir hatten ein schönes Hotel mit U-Bahnanbindung nicht weit von Sehenswürdigkeiten.
Kyoto ist natürlich viel kleiner und hat mehr Charme. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.
Hiroshima hat uns auch gut gefallen. Vom Atombombenabwurf ist in der Stadt außer dem Denkmal nichts mehr zu sehen. Das Museum zur Geschichte des Abwurfes sollte aber unbedingt besucht werden.
Auf ein Stadtbild wird keine Rücksicht genommen. Hochhäuser jeder Art, kleine Häuser dazwischen, alles auf engstem Raum, keine bzw. sehr wenig Grünflächen.
Am Autofahren sterben die Japaner sicher nicht. Weder an Stress noch an Geschwindigkeit. Im Ortsgebiet darf man 40 km/h, Bundesstrassen 50 km/h und auf Autobahnen 80 km/h rasen. Sie halten sich fast immer an diese Geschwindigkeiten. Dafür hat man als Fußgänger alle Rechte. Man steigt auf die Strasse und die Autos bleiben stehen und lassen einen passieren. Egal ob man im Recht ist oder nicht.
Leider ist Plastik hier noch ein großes Thema. Überall werden Plastiksackerln (Plastiktüten für unsere Germanen), Plastikflaschen und Verpackungen benutzt.

Da erst am 11.10.2022 Japan wieder für Individualreisende geöffnet wurde, hatten wir wenig Zeit für eine Planung. Die Frage ist nur, ob wir mehr planen/oransieren hätten können.
Individuelles Reisen hat seine Vorteile. Wenn man aber nicht genug Zeit hat oder/und nicht organisieren will/kann und keine Erfahrung mit Internet hat, sollte man in Japan lieber auf eine geführte Gruppenreise zurückgreifen.

Wetter: Wir hatten super Wetter. Nur 2 Regentage !!

13.11.2022 – Yagaji / Okinawa Churaumi Aquarium

Um 10:00 wartete schon ein Taxi vor unserer Tür. Die Managerin hat es schon gestern für uns bestellt. 20 Minuten später und € 27 ärmer, erreichten wir das Größte Aquarium Japans.

Walhai
Hauptgebäude

War interessant, aber leider alles viel, viel zu klein für die Menge und Größe der Fische ! Wenn man überhaupt von Größe sprechen kann, wenn man einen Walhai einsperrt ! Von den anderen Aquarien machte ich keine Fotos, damit ich nicht den Eindruck vermittle, das es vielleicht schön ist.

Fotoshooting – wenn sie lachen, bekommen sie danach einen Fisch. Nicht die Kinder 😱

Zurück wieder mit dem Taxi. Diesmal mit einem Zwischenstopp bei Lawson um Proviant einzukaufen. Grund: Gestern suchten wir um 18:30 ein Restaurant in unserer Nähe. Laut Internet bis um 18:00 bzw. 19:00 offen. Alle zwei 😜 zu 😤. Kauften uns dann noch 2 Erdäpfeln und Eier im Supermarkt und machten eine Art Bauernomelette.

Nachdem wir um 13:00 vom Aquarium zurück waren, wollten wir in ein kleines Kaffee unweit unserer Unterkunft gehen. Geschlossen! 😤. Wir schauten dann zu dem einen Lokal von gestern namens Bejamin Burger. Es war offen 🤗. Wollten dann eigentlich nur wissen, wie lange es heute geöffnet hat. Bis 14:00 wurde uns mitgeteilt. Er zeigte auf die letzten 4 Laberln und sagte „sold out“. Wir nahmen Platz und bestellten uns noch schnell 2 Burger, obwohl wir noch nicht sehr hungrig waren. Eine Familie kam nach uns noch in das Lokal, dann wurde das Schild „sold out“ vor die Tür gestellt und danach geschlossen. Am Abend gibts dann Chips, Nüsse, Rotwein und Bier vom Supermarkt.

Benjamin Burger

Zurück ging es am Strand entlang. Das Meer ist zu kalt zum Baden.

Wetter: Sonnig bei 27 Grad.

Anmerkung: Neben vielen sauberen und kostenlosen Toiletten, gibt es auch noch eine Vielzahl an Getränkeautomaten, überall. Verdursten kann man in Japan also nicht. Vielleicht gibt es auch so viele Klos, weil es so viele Getränkeautomaten gibt. Wer weiß das schon ?

Getränkeautomaten

Folgendes muss ich noch zu unseren letzten beiden Unterkünften sagen:
In unserer jetzigen Unterkunft haben wir 3 Bademöglichkeiten incl. eigenem Pool.
In der vorherigen Unterkunft nur 1 Trog zum Duschen 😹

Im Freien
1tes Badezimmer
2tes Badezimmer
Trog in der vorigen Unterkunft

12.11.2022 – Yagaji / Sumuide

Von Naha nach Yagaji
Ausblick von der Omoromachi Station

Warm und regnerisch, so verließen wir die unschöne Stadt. Mit dem Monorail 1 Station zur Omoromachi Station, dort nur die Stiegen runter und um 08:18 weiter mit dem Express Bus KYB888 nach Nago. Wir warteten und warteten, aber der Bus kam nicht. Durch Konversation und erneute Kontrolle unserer Unterlagen, kamen wir dahinter, dass der Bus erst um 08:57 fährt. Mea Culpa – eigentlich wollten wir den Bus um 10:45 nehmen. Wir hatten uns vertan, obwohl wir die richtigen Informationen gestern am Flughafen bekommen hatten. Zu viele Informationen, zu viele kein Platz mehr im Kopf. Kein Problem, es war warm. Schlussendlich verbrachten wir an der netten Busstation 1 Stunde, da der Bus auch noch 10 Minuten Verspätung hatte. Um 10:30 landeten wir in Nago.

Unterlagen für die Busse und eventuelles Taxi nach Yagaji
Da glaubten wir noch, dass unser Bus kommt und hatten Angst nicht mehr in den Bus zu kommen
Bus Terminal in Nago

Nago: 3 Stunden Zeit. Nun gut, was macht man am Busterminal wenn es wie die Sau schüttet ? Man rettet sich von Überdachung zu Überdachung. Bis zu einem kleinen netten Lokal. Dort fragte ich eigentlich nur gewohnheitshalber, ob es hier in der Umgebung Autos zu mieten gibt. Es wurde sofort telefoniert und gecheckt. Leider alles ausverkauft. Wieder voll nett und hilfsbereit. Wir aßen Curry und tranken Tee und Kaffee (€ 10 für beide).

Um 13:20 weiter mit dem Bus 72 vom Terminal 2. 30 Minuten später Ankunft auf der Insel Yagaji in Sumuide. Ohne Regen und zu Fuß brauchten wir, mit einem Stop im Supermarkt, 15 Minuten zu unserer Unterkunft. Danach begann es wieder zu regnen. 14:30 waren wir am Ziel. Über booking wurde uns vom Vermieter mitgeteilt, dass wir um 15: 00 (wie überall) einchecken können. Jede Stunde früher kostet € 14 !! Da an der Rezeption niemand anzutreffen war, warteten wir brav davor. Kein Mensch weit und breit zu sehen. Nur 2 süße Katzen, die uns aber leider nicht verstanden. Um kurz nach 15:00 kam dann Bewegung ins Leben. Putzfrau zeigte uns eine Nachricht am Handy: Manager kommt gleich ! Dann kam ein japanisch sprechender Mann gab uns ein Formular zum Ausfüllen. Dann kam die Managerin, entschuldigte sich für die 10 minütige Verspätung. Als Entschuldigung 1 Flasche Wein am Zimmer 🤗. Die sind sooo nett.

Die Managerin half uns auch noch beim Taxi organisieren. Aber dazu später. Wir brauchen kein Mietauto mehr! Sie sollen damit glücklich werden.

Wetter: Fast die ganze Zeit Regen bei 26 Grad.

Unterkunft: Yagaji Ansanburu – Vacation STAY 80451v; eine Traumunterkunft; sh. Video weiter oben; € 653 für 3 Nächte; 121 m2, eigener Pool, Badewanne im Freien ……

Anmerkung: Schlapfen sind hier obligatorisch; es gibt keinen Eintritt in einen privaten Raum ohne Schuhe auszuziehen und Schlapfen anzuziehen. Sogar am Klo stehen extra welche, die nur zur Verrichtung anzuziehen sind. Total reinlich sind die Japaner/innen. Vor- und Nachteile. Ich sehe nur Vorteile !

11.11.2022 – Naha / Okinawa

Der Regen hat aufgehört und man kann von unseren Balkonen auf die Stadt sehen. Ob jetzt Regen besser ist oder nicht, sei dahingestellt.

Einfach häßlich
Einfach häßliche Stadt
Unser Haus
Naha
Naha

Nun gut, wir haben eine schöne Unterkunft im booking.com gesehen. Im Norden. Fahrzeit mit dem Auto ca. 1:30 Stunden; 80 km. Ok, dann mit der Monorail Bahn zum Flughafen und ein Auto mieten. Ich fasse mich diesmal kurz. Es gibt für die nächsten Tage kein einziges Auto auf Okinawa zu mieten. Alles ausgebucht. Versuchten es beim Schalter am Flughafen und im Internet bei ca. 6 verschiedenen Adressen, die mit den bekannten und unbekannten Autoverleihern vernetzt sind (so ca. 18 Anbieter pro Adresse). Es gibt nix. Einzig ein Toyota am Schalter um etwa € 185 pro Tag. Wahnsinn, so was haben wir noch nicht erlebt. Dieses erfolglose Unterfangen kostete uns ca. 3 Stunden.

Autovermietgesellschaften
Außer bei Toyota alles FULL – OTS waren Cabrios 😱 bei dem Wetter eher schlecht und sauteuer
Monorail

Mit Hilfe des wieder einmal sehr netten und hilfsbereiten Personals in Japan, schmiedeten wir einen neuen Plan an der Tourist Information am Flughafen, Wir berichten morgen im Blog, wie es weitergeht. Vorab aber – wir buchten die Unterkunft auf der Insel Yagaji.

Den Nachmittag verbrachten wir mit der Besichtigung der Schurijo Castle Site (das alte Schloss der Könige)
Eigentlich waren nur Mauern um Yen 400 pP zu sehen.
Passt zur Stadt
Kokusai Street – Fress und Einkaufsmeile der Stadt.

Geburtstagsessen – Steak, Garnelen und Hummer

Wetter: Sonnig, meist bewölkt und regnerisch am Abend bei 25 Grad.

Anmerkung: Internet ist in Japan kein Thema. Man hat immer und überall Verbindung. Entweder mit einer Sim-Karte, oft auch öffentlich in den Städten, in Restaurants und natürlich in den Unterkünften. Die Japaner/innen leben ja quasi mit ihren Mobiltelefon.

US-Militärstützpunkte:
Die Militärstützpunkte für etwa 30.000 amerikanische Soldaten (zzgl. ca. 22.000 Familienangehörige) prägen das Zentrum der Hauptinsel. Der amerikanische Luftwaffenstützpunkt Kadena ist der größte in Ostasien, mit zwei je 3,7 km langen Startbahnen auf denen Militärflugzeuge Tag und Nacht starten und landen. Unter den Einheimischen ist die US-Militärpräsenz umstritten.

10.11.2022 – Kagohsima / Sakurajima / Okinawa

Auf den Weg zum Bahnhof

Zuerst brachten wir unser Gepäck zum Bahnhof und verstauten es in ein Schließfach. Danach fuhren wir mit dem Bus zur Fähre und mit dieser auf die Insel Sakurajima. Runde A und B (fast ident) konnte man dort mit einem quasi Hop On Hop Off Bus absolvieren. Aussichtspunkt 6 und 11 waren unsere Ziele. Punkt 6 war eine Skulptur aus Lavagestein, Punkt 11 ein Aussichtspunkt weiter oben. Alle 30 Minuten fuhr der nächste Bus. Außer bei Punkt 11 wartete er ein bisschen, bis die Leute ihre Fotos gemacht hatten. Wieder beim Ausgangspunkt bei der Fähre gingen wir zum 10 Minuten entfernten Informationszentrum und Fußbad. Dort ließen wir unseren Füßen im warmen Wasser Zeit zur freien Verfügung. Das ganze Abenteuer buchten wir am Vortag im Tourist Office am Bahnhof um € 9 pP (Bus in Kagoshima , Fähre nach Sakurajima, Bus auf der Insel und alles retour). Wir sind beide der Meinung, dass man dieses Abenteuer getrost auslassen kann, weil der Vulkan von Kagoshima aus viel besser zu sehen ist.

Punkt 6 – Shout
Punkt 11 – Aussicht auf den Vulkan
Erholsames Fußbad beim Informationszentrum

Ein kleines Erlebnis: Als wir wieder für die Rückfahrt auf die Fähre wollten, benutzten wir irrtümlich den Weg für die Autos. Wie es hier Usus ist, steht natürlich auch da ein Männlein und weist die Autos ein und verscheucht alles andere. Als er uns sah, verschluckte er fast sein Pfeifferl (das er anfangs noch verkehrt im Mund hatte) und fuchtelte wie wild umher. Gekreuzte Hände bedeuten, dass es hier nicht funktioniert. Wir drehten ab und wollten es ein Stück weiter hinten probieren. Das Pfeifferl wurde sofort wieder aktiviert und die Hände gekreuzt. Gut dann noch weiter nach hinten, dort sprangen wir dann über einen Zaun. Entweder er hat es nicht gesehen oder er hat kapituliert, was ich nicht glaube.

Fähre

Zurück von unserem Ausflug, machten wir, wie schon gestern, dem Restaurant „Jolly Pasta“ unsere Aufwartung. Herrlicher Salat, Pizza und Pasta ! Nach mehr als 3 Wochen japanisch Essen, eine gelungene Abwechslung.

17:00 mit dem Flughafenbus in 35 Minuten zum Flughafen (€ 10 pP). Solaseed Airline, mit dieser wir schon im Vorfeld Probleme gehabt haben (sh. Blog von Hiroshima). Wir hatten schon unsere Tickets am Handy incl. QR-Code. Also nur mehr Gepäck aufgeben und los um 19:50. Am Schalter verlangten die Damen dann unser pocket book. Die Unterhaltung wurde natürlich mit dem Google Übersetzer getätigt, der auch nicht immer fehlerfrei ist. Keine Ahnung was die wollten. Dann verlangten sie ein Notebook. Ich zeigte Ihnen mein MacBookAir. Das wollten sie auch nicht. Dann endlich; sie wollten unsere Behindertenausweise. Ich hatte Tickets mit „disability discount“ gebucht 🤷‍♂️. Nach längerem GoogleÜbersetzungen bekamen wir das Geld unsere bezahlten Tickets bar retour und mussten neue kaufen. Anstatt € 234 für Behinderte, knappe € 400 für Unbehinderte. Ich habe mich aber bei der Buchung wie ein Behinderter angestellt ! Die Unterstützung der beiden Damen war hervorragend – eigentlich wie immer, wenn man etwas braucht.

Auswahl an Board: Kaffee, Grüner Tee, Zwiebelsuppe oder japansiche Suppe.
Wir entschieden uns, wie zu sehen, für die japanische Suppe ✌️

Um 21:10 landete wir in Naha auf Okinawa. Strömender Regen begrüßte uns. Mit dem Taxi fuhren wir zur unserer Unterkunft, die wir nicht gleich fanden. Zum Glück hatte ich noch am Flughafen in Kagoshima unseren Vermieter kontaktiert, dass wir erst zwischen 22:00 und 23:00 Uhr kommen. Wir trafen einander !

Unterkunft: Holiday Homes TSUBOYA 505; € 149 für 2 Nächte; bisschen abgefuckt aber es hat Flair; das Haus hässlich; Fotos in booking schmeicheln ein bisschen.

Anmerkung: Im Restaurant wird einem der Platz zugewiesen. Oft muss man ein bisschen warten, obwohl genug Tische frei sind. Warum wissen wir nicht. Trinkgeld geben ist fast eine Beleidigung in Japan. Zahlen kann man bar, mit Kreditkarte und selten auch kontaktlos. Bestellt wird sehr oft über ein Tablet, wo die Speisen in Bildern dargestellt werden. Gut für nicht japanisch lesende Gäste.

Fotografiert am Aussichtspunkt 6
Sehr viel Information in der Strassenbahn

09.11.2022 – Yakushima / Kagoshima

Abschied von Yakushima

Um 10:00 wurden wir von unserem Vermieter zur 5 Minuten entfernten Fähre gebracht. Um 10:45 rasten wir wieder mit etwa 80 km/h nach Kagoshima. 100 Minuten später landeten wir sicher im Hafen. Zu Fuss ging es zu unserer Unterkunft, wo wir unser Gepäck zwischenlagerten. Einchecken ist ja, wie schon erwähnt, erst frühestens um 15:00 möglich, sogar bei unbemannten (Self-Check-In über ein Tablet) Unterkünften.

Kurz vor der Ankunft in Kagoshima wurden wir von einem U-Boot begleitet.

Wir wanderten zum Bahnhof und checkten unseren Ausflug und unseren Weiterflug für morgen. Eine Riesenradfahrt am Dach gehörte auch dazu.

Ausblick vom Riesenrad auf die Vulkaninsel Sakurajima
Ausblick nicht vom Riesenrad auf die Vulkaninsel Sakurajima

Wetter: Sonnig bei 24 Grad.

Anmerkung: Japaner tragen keine Jeans. Nur ganz selten kann man sie darin sehen. Die Mode ist eher leger, locker und nicht so wie es wir gewohnt sind. Zu kurze Hosen und zu große Schuhe. Wenig bunt und nicht auffällig. Also auffällig schon, aber nur für uns 😅😂. Männer tragen oft Anzüge, wahrscheinlich wegen der Arbeit. Kinder sieht man fast nur in Uniformen der Schule. Röcke für die Mädels, Krawatte für die Jungs. Schön angezogen sind nur wenige Frauen.

Impressionen

Es weihnachtet

Unterkunft: GRAND BASE Kagoshima Tenmonkan; € 112,96 für eine Nacht; Platz für 5 Personen; Lang und dunkel; sauber !

08.11.2022 – Yakushima / Yakusugi Land

Der Naturpark „Yakusugi Land“ war unsere heutiges Ziel. 1 Stunde mit dem Auto, aber nur, weil wir manchmal fast 70 km/h gefahren sind. Sehr schöne Wanderung in 70 Minuten.


Danach hatte wir noch Zeit bis zu unserer Natural Onsen um 13:00. Crêpe und Kaffee an der Strecke verkürzten uns die Wartezeit.

Flut
Ebbe

Wie schon gestern erwähnt, sind diese Onsen nur benutzbar, wenn Ebbe ist (sh. Bild oben). Da zieht sich das Meer zurück und die Becken bleiben über. Sie werden mit natürlichem heißen, unterirdischen Wasser aufgeheizt. Etwa 40 Grad hat das Wasser und die Außentemperatur 25 Grad.

Um ca. 19:00 war eine totale Mondfinsternis zu sehen. Ein seltenes und schönes Ereignis. Da es Sternenklar war, konnten wir dies in vollen Zügen genießen.

Das einzig, am Beginn der Mondfinsternis, geglückte Foto
Totale Mondfinsternis 😂😱

Wetter: Sonnig bei 25 Grad. Laut unseren Vermietern haben wir großes Glück mit dem Wetter, da es hier sonst oft regnet.

Anmerkung: Wie schon öfters erwähnt, sind die Autofahrer sehr rücksichtsvoll. Aber wenn man selber mit dem Auto unterwegs ist, ist es manchmal mühsam und nervig, hinter den Rasern nachzufahren. Sie fahren zB mit Höchstgeschwindigkeiten in die Kurve, dass es sie fast aus dieser rauswirft. Dies geschieht doch mit einer Geschwindigkeit von etwas 30 – 40 km/h. Bei unserem Leihauto ist die Höchstgeschwindigkeit mit 140 km/h am Tachometer angegeben. Eilig darf man es in diesem Land nicht haben und überholt wird nur ganz selten. Hier auf der Insel darf man in den Ortschaften 40 km/h fahren, ansonsten 50 km/h rasen.

07.11.2022 – Yakushima / Shiratani Unsuikyo Ravine

Jetzt wissen wir es fix, wir mögen kein japanisches Frühstück mehr

Nach einem japanischen Frühstück, wurden wir von unserem Hausherrn zum Autoverleih gebracht. € 98 für 2 Tage mit Versicherung. Ein super Auto 🥹. Solche sieht man sehr oft in Japan und diese sind auch sehr geräumig. Wir fuhren zum Shiratani Unsuikyo Ravine Naturpark und machten den Bugyosugi Cedar und Yayoisugi Cedar Course. 3 Stunden, teilweise steil bergauf und bergab, waren wir unterwegs.

Alles klar, lass uns beginnen
Die richtigen Schuhe haben wir Gottseidank an

Bemooste Felsen, uralte Zedern und tolle Wanderwege, die als Anime-Kulisse dienten. Die wunderschöne und unberührte Schlucht Shiratani Unsuikyo ist einer der am besten zugänglichen Naturparks von Yakushima. Der Park beherbergt mehrere der alten Zedern der Insel, darunter Nidaio Sugi, Kuguri Sugi und Yayoi Sugi. Die Schlucht ist ein großartiger Ort zum Wandern.

Anschließend umrundeten wir gegen den Uhrzeigersinn die ganze Insel. Da wir nach der Wanderung hungrig waren, suchten wir nach einer Essmöglichkeit. An der Nord- Ostseite der Insel fanden wir nur ein einziges winziges Lokal, im dem wir Thai Curry und Hamburger aßen. Sehr lecker.

Weiter ging es zur Naturonsen im Süden der Insel. Nur an bestimmten Zeiten, wenn Ebbe ist, kann man dort baden, weil das Wasser vom Meer nicht mehr in den Naturpool kommt und es von Thermenwasser aufgeheizt wird. Leider war das bei uns nicht der Fall. Wir werden es morgen nochmal zur richtigen Zeit versuchen und berichten. Wir fuhren dann zur „Onoaida-onsen Hot Spring“ unweit der anderen. Etwas 48 Grad hat dort das Wasser. Es reichen höchstens 5 Minuten um durch zu sein. Aufgewärmt bis auf die Knochen beendeten wir unsere Inselumrundung.

Wetter: Teilweise sonnig bei 24 Grad.

Anmerkung: Es sind wenig Touristen unterwegs. Das dürfte vielleicht mit der Wiedereröffnung für Individualreisende ab 11.10.2022 zu tun haben.

Impressionen

Yakushima

06.11.2022 – Yakushima

Das Frühstück in Hiroshima (Super Hotel) werden wir vermissen.

08:00 mit dem Taxi zum Bahnhof (€ 7,50).
08:46 mit den Shinkansen nach Kagoshima (umsonst mit dem JR-Pass).
11:30 mit dem Taxi zum High Speed Terminal (€ 8,30).
13:20 mit der Fähre nach Yakushima – Hafen Miyanoura (€ 61 pP).
15:10 wurden wir vom Hausherrn unserer Unterkunft abgeholt (umsonst).

Da wir in Kagoshima noch 90 Minuten Zeit hatten, besuchten wir gleich beim Hafen eine Veranstaltung. Keine Ahnung was für eine das war, aber sie war sehenswert. Wahrscheinlich eine für schöne Autos 😂🤪.

Auch bei der Veranstaltung
Bis heute glaubte ich, dass es keine dicken Japaner gibt. Außer Sumoringer 🤷‍♂️

Gegenüber von Kagoshima liegt die Vulkaninsel Sakurajima. Jedes Jahr werden Tausende kleiner Eruptionen registriert. Wir hatten Glück und sahen eine. Aber mehr von der Insel in 3 Tagen, wenn wir sie besuchen.

vorher
nachher

Bis zum Abendessen um 18:00 gingen wir noch im lieblichen Örtchen Miyanoura 😱 spazieren. Das Abendessen und Frühstück haben wir in unserer Unterkunft schon bei der Buchung bestellt. 2 Tage in voraus, war gewünscht. Nach dem köstlichen Abendessen wollten wir für übermorgen wieder reservieren. Leider nicht mehr möglich, da 2 Tage vorher aber schon am Vormittag.

Köstliches Abendessen

Wetter: Bewölkt bei 22 Grad.

Unterkunft: Yakunoyado Taguchi; € 231,00 ohne Frühstück für 3 Nächte; sehr nette Gastgeber; Abholung von Fähre umsonst; 5 Minuten mit dem Auto von der Fähre entfernt; kleines Zimmer mit schöner Aussicht; sehr ruhig; Geschlafen wird am Boden auf einer oder 2 Matratzen; Gemeinschaftsbad und Klo. Vermieter hat uns sogar schon im Vorfeld ein Mietauto gecheckt 🤟

Anmerkung: Auf der ganzen Insel keine heilige Dreistigkeit von Lawson, Family Mart und 7/11.

Impressionen