Um 6:00 wurden wir von einem Taxi abgeholt. Wir ließen uns nach Nago bringen, von wo der Airport Express Bus zum Flughafen nach Naha um 6:45 abfuhr. Um ca. 09:00 erreichten wir den Flughafen.
Für mich:
Peach Airline um 11:50 von Okinawa (Naha) nach Fukuoka. Preis: € 58. Ankunft: 13:00.
Jeju Air um 15:10 von Fukuoka nach Busan (Südkorea). Preis: € 140. Ankunft: 16:00.
Für Martina:
Skymark Airline um 10:45 von Okinawa (Naha) nach Tokio (Haneda). Preis: € 92,84. Ankunft: 13:00.
Türkish Airline um 19:50 von Tokio (Haneda) nach Wien mit Zwischenstopp in Istanbul. Ankunft: 09:10.
Für Martina geht es zurück in die Heimat, für mich weiter nach Südkorea. Ich hoffe, ihr begleitet mich weiter und haltet mir die Treue.
https://claus-reisen.blogspot.com/
https://suedkorea2022.ichauswien.at/
Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut.
Resumee:
In unseren 4 Wochen sahen wir nur ein bisschen von dem großem Lande. Wir bekamen aber doch ein bisschen Einblick in die Kultur und in das Leben. Japaner sind sehr höflich, zuvorkommend und hilfsbereit. Bei Sehenswürdigkeiten, Strassenübergängen, Garagenausfahrten in Städten und öffentlichen Einrichtungen wird man von Einweisern höflich auf die weiter zu gehende Richtung hingewiesen. Manchmal nicht schlecht, aber die Individualität kommt dabei unter die Räder. Japaner/innen lieben Ordnung, Sauberkeit und Regeln. Also ob sie Regeln lieben, weiß ich nicht so genau, aber sie befolgen sie. Brav bei den öffentlichen Verkehrsmitteln in einer Schlange anstellen. Obwohl jeder mit seinem Handy verheiratet zu sein scheint, sieht bzw. hört man sie nicht telefonieren. Laut sein ist hier überhaupt kein Thema.
Essen ist sehr gut und gesund. Sushi, Sashimi, Tempura, Misosuppe, Yakitori (Spießchen), Yakiniku (BBQ) – um nur ein paar von den Speisen aufzuzählen. Preise sind ein bisschen niedriger als bei uns. Geräuschvolles Essen gilt als Zeichen dafür, dass es besonders gut schmeckt. Haben wir zum Glück nicht oft erlebt, aber doch. Natürlich wird mit Stäbchen gegessen. Anders als bei uns wird das Essen in Japan nicht auf einem einzigen Teller, sondern in vielen kleinen und kunstvoll angerichteten Schälchen serviert. In einem japanischen Restaurant wird meist ein feuchtes, weißes Tuch (kalt oder heiß) gereicht, das hauptsächlich vor dem Essen zur Handreinigung dient und während des Essens als Serviette genutzt werden kann. Ein Glas Wasser wird immer gereicht. Gegessen wird an normalen Tischen und Sesseln oder am Boden, je nach Restaurant. Am Boden im Türkensitz ist am anstrengendsten für uns 🥴. Besonders das Aufstehen danach mit voller Wampe. Sitzplätze werden zugeteilt. Zahlen kann man Bar, mit Kreditkarte und selten auch Kontaktlos.
In den Unterkünften sind immer Schlapfen, Pyjama, Badeutensilien (Zahnbürste, Zahnpasta, Waschlappen, Kamm, Bürste, Rasierer usw.) vorhanden. Private Bereiche werden nie mit Schuhen betreten. Es stehen immer Schlapfen für den Weitergang bereit. Am Klo ist dieser aber nicht mehr sehr weit!
Bezahlen kann man, wie schon erwähnt, Bar mit Kreditkarte oder selten Kontaktlos. Auch kein Problem mit größeren Scheinen (YEN 10.000 = € 70). Oft gibt es Maschinen, die Geld wechseln. Zum Beispiel bei Gepäcksaufbewahrungen, in Strassenbahnen oder Bussen. Taxifahrer können immer rausgeben !
Reisen in Japan mit dem Shinkansen ist bequem und schnell. Die Beinfreiheit in den meisten Zügen und Bussen ist größer als bei uns, obwohl die Leute hier kleiner und mehr sind. Generell ist das Reisen hier einfach, wenn man weiß, wo man reservieren muss und japanisch kann. Internetadressen für Züge, Busse, Boote sind selten bis gar nicht in Englisch vorhanden. Es empfiehlt sich daher, schon vom Ausgangsland ein bisschen vorzureservieren.
Sehr oft sind die Beschreibungen nur auf japanisch. Auch in den Unterkünften ist es oft der Fall, dass man Klospülungen, Fernseher, Klimaanlagen, Licht usw. nicht lesen kann. Wir verwendeten Bixby Vision, mit der man online übersetzen kann. Natürlich muss man dafür Internet haben. Zur Konversation ist unbedingt der „online Google Übersetzer“ notwendig.
Gemütliche Lokale, wo man abhängt, chillt oder sich ansauft haben wir in Japan keine entdecken können. Wahrscheinlich arbeiten sie nur.
Tokyo ist groß und teilweise hektisch. Im Asakusa 4tel wo wir wohnten, war es noch ziemlich ruhig. Wir hatten ein schönes Hotel mit U-Bahnanbindung nicht weit von Sehenswürdigkeiten.
Kyoto ist natürlich viel kleiner und hat mehr Charme. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.
Hiroshima hat uns auch gut gefallen. Vom Atombombenabwurf ist in der Stadt außer dem Denkmal nichts mehr zu sehen. Das Museum zur Geschichte des Abwurfes sollte aber unbedingt besucht werden.
Auf ein Stadtbild wird keine Rücksicht genommen. Hochhäuser jeder Art, kleine Häuser dazwischen, alles auf engstem Raum, keine bzw. sehr wenig Grünflächen.
Am Autofahren sterben die Japaner sicher nicht. Weder an Stress noch an Geschwindigkeit. Im Ortsgebiet darf man 40 km/h, Bundesstrassen 50 km/h und auf Autobahnen 80 km/h rasen. Sie halten sich fast immer an diese Geschwindigkeiten. Dafür hat man als Fußgänger alle Rechte. Man steigt auf die Strasse und die Autos bleiben stehen und lassen einen passieren. Egal ob man im Recht ist oder nicht.
Leider ist Plastik hier noch ein großes Thema. Überall werden Plastiksackerln (Plastiktüten für unsere Germanen), Plastikflaschen und Verpackungen benutzt.
Da erst am 11.10.2022 Japan wieder für Individualreisende geöffnet wurde, hatten wir wenig Zeit für eine Planung. Die Frage ist nur, ob wir mehr planen/oransieren hätten können.
Individuelles Reisen hat seine Vorteile. Wenn man aber nicht genug Zeit hat oder/und nicht organisieren will/kann und keine Erfahrung mit Internet hat, sollte man in Japan lieber auf eine geführte Gruppenreise zurückgreifen.
Wetter: Wir hatten super Wetter. Nur 2 Regentage !!
































































































































