
Mit dem Zug um 08:49 nach Nara. Da keine Sitzplatzreservierung möglich war, passierten wir einfach mit dem JR-Pass die Kontrolle und suchten unseren Sitzplatz selber aus. So einfach geht das. Nach 1 Stunde erreichten wir Nara die ehemalige Kaiserstadt.

Nara war in der Nara-Zeit von 710 bis 784 unter dem Namen Heijõ-kyõ die Haupstadt Japans. Aus dieser Zeit stammen die meisten der großen Tempelanlagen. Zwar verlor die Stadt nach der Verlegung der Hauptstadt nach Kyõto an Bedeutung, die buddhistischen Tempel und Shintõ Schreine jedoch bauten ihre Macht schrittweise aus und überstanden bis heute.
Kofukuji Tempel:
Die meisten japanischen Tempel enthalten ein anerkanntes nationales Kulturgut, der Kofukuji jedoch gleich vier: eine fünfstöckige Pagode, eine dreistöckige Pagode, die Hokuendo- und die Tokondo-Halle. Außerdem wurde er von der UNESCO zur Weltkulturerbestätte erklärt.



Im Nara-Park gibt es die berühmten zahmen Hirsche, die frei herumlaufen und darauf warten gefüttert zu werden. Manche sind sehr dreist und stossen, zwicken und knabbern an deinem Gewande. Über 1000 sollen es sein. An kleinen Ständen, werden Kekse für Yen 200 verkauft. Auch wenn diese lecker aussehen, sind sie für das Wild bestimmt. Mir hat es auch geschmeckt. Der Überlieferung zufolge soll ein zum Schutz der neugegründeten Stadt 710 aus Westjapan herbeigerufener Kriegsgott auf einem Hirsch erschienen sein.



Todai-ji Tempel:
Die Haupthalle ist mit einer Breite von 57,01 Metern, einer Tiefe von 50,48 Metern und einer Höhe von 48,74 Metern das größte rein aus Holz gebaute Gebäude der Welt. Sie beherbergt die größte buddhistische Bronzestatue.
Die aus Bronze gegossene Figur ist alleine 15 m hoch, 452 t schwer und mit Sockel ca. 18 m hoch. In der Tempelanlage befindet sich auch ein Schrein der Shintō-Gottheit Hachiman, der in der Nara-Zeit (710–794) zum Schutzgott des Großen Buddha erklärt wurde. Bemerkenswert ist auch das Eingangstor (Nandaimon) aus dem Jahr 1199 mit den beiden rund 8,5 m hohen Wächterstatuen (Niô).







Kasuga Taisha
Der Kasuga Taisha gilt als eine der heiligsten Stätten von ganz Japan. Als Schrein zahlreicher Götter lockt er sowohl Gläubige als auch Touristen an, die typische shintoistische Praktiken erleben möchten.




Wetter: Bewölkt bei 19 Grad.
Anmerkung: Unter der Woche sind sehr viel Schulklassen unterwegs. Am Wochenende sehr viele Einheimische. Wir glauben, dass die Japaner ein sehr reisefreudiges Volk sind. Es sind viele Unterkünfte an Wochenenden ausgebucht. Quasi ist immer etwas los in Japan; manchmal zu viel !



Schuluniformen sind nicht trachtig.
Zebrastreifen wirken „falsch“, oder?
Zebrastreifen sind echt. Man kann au h diagonal über die Kreuzung gehen. Gut Idee.