05.11.2022 – Hiroshima / Tag 4

Wieder ein feines Frühstück. Es gibt auch Semmeln, Croissant und andere kleine köstliche Süssigkeiten. Natürlich Misosuppe und japanische lokal Speisen. Danach wie gewohnt mit dem Rad zum Bahnhof.

Mit dem Zug nach Miyajimaguchi und dann mit der Fähre zur Insel Miyajima – „Einem der drei schönsten Landschaften Japans„.

1643 schrieb ein konfuzianischer Gelehrter, Suhunsai Hayashi, ein Buch basierend auf seinen Erfahrungen während seiner Reise durch Japan zu Fuß. In diesem Buch „Betrachtungen über die Spuren Japans“, verleiht er sein uneingeschränktes Lob den drei Orten Matsushima, Amanohashidate und Miyajima als „Die drei schönsten Landschaften Japans“.

Mit der Seilbahn fuhren wir auf den Berg Misen. Vor dort wanderten wir dann noch zur höchsten Erhebung auf 535m. Runter ging es dann zu Fuß.
Aussicht auf Hiroshima vom Berg Misen

Am Abend genossen wir seit langem wieder einmal ein köstliches Thunfisch Sushi unweit von unserem Hotel im Rotlichviertel

Thunfischkreationen

Anmerkung: Für Radfahrer und Fußgänger ist Japan ein Traum. Man hat uneingeschränkte Narrenfreiheit. Man kann bei Rot über eine Kreuzung, quer über die Strasse, eigentlich alles. Es wird immer auf einen Acht gegeben. Man hat immer Vorrang. Kein böses Wort, kein Hupen. Sogar wenn man die rote Ampel ignoriert, bleiben die Autos stehen. Apropos, es ist Linksverkehr in Japan. Beim Radfahren ist das jedoch egal. Es wird am Gehsteig und auf der Strasse links und rechts gefahren. Auch die Fußgänger werden manchmal rechts und manchmal links geleitet.

Eindrücke

04.11.2022 – Hiroshima / Tag 3

Nach einem guten Frühstück, borgen wir uns wieder ein Rad vom Hotel und fuhren damit zur Burg Hiroshima.

Am 6. August 1945 wurde die Burg durch den Atombombenangriff zerstört. Der jetzige Turm wurde wurde 1958 wieder aufgebaut und dient nun der Ausstellung historischer Gegenstände.
Ausblick vom Turm

Dem JTB-Reisebüro machten wir dann wieder einmal unsere Aufwartung (wie schon in Kyoto). Diesmal ging es um die Buchung einer Fähre am 6. November. Am Eingang war ein Zettel, der uns 180 Minuten Wartezeit anzeigte. Auf Nachfrage, ob wir auch online reservieren könnten bzw. es eine Internetseite der Fähren gibt, wurde uns mitgeteilt, dass wir am besten die Reederei anrufen sollten. Sprechen diese Englisch? Nein war die Antwort 👿. Dann teilte uns die Dame noch mit, dass die Fähren ziemlich teuer sind und das Reisebüro auch noch eine Gebühr verlangt. Wir akzeptierten und mussten für das Fährticketservice nur 20 Minuten warten. Nach über 1 Stunde hatten wir dann unsere Fährtickets und sogar Zugtickets für den Shinkansen in der Hand. Die geschah natürlich alles mit dem Google Übersetzer. Knappe €8 war die Reisebürogebühr.

Etwas kleines Rad aber es rollt

Um die hier populäre Speise Okonomiyaki auszuprobieren, stellten wir uns 30 Minuten beim Restaurant Nagata-ya an. War sehr lecker.

Nagata-ya
Zubereitung sh. hier

Mit vollem Bauch radelten wir zum Hauptbahnhof und fuhren mit dem Zug nach Kure ins Kure Maritime Museum (Yamato Museum). Das Museum wurde am 23. April 2005 eröffnet. Es trägt den Spitznamen Yamato-Museum wegen dem ausgestellten Modells des Schlachtschiffs Yamato im Maßstab 1:10, dem Flaggschiff der japanischen kombinierten Flotte im Zweiten Weltkrieg. Es wurde 1945 südlich der japanischen Insel Kyushu versenkt. Das Museum befindet sich dort, wo das Schlachtschiff fertiggestellt wurde.

Bemanntes Torpedo

Gegenüber liegt das JMSDF Kure Museum in dem ein echtes U-Boot in Japan betreten und beobachten werden kann. Bei dem 76 Meter langen U-Boot handelt es sich um Akishio, das seit 1985 von der japanischen maritimen Selbstverteidigungstruppe eingesetzt und 2004 außer Dienst gestellt wurde. Im Inneren ist das U-Boot fast so gehalten, wie es war. Besucher haben die seltene Gelegenheit, die Kontrollstation, Schlafräume und so weiter zu sehen.

JMSDF Kure Museum im Hintergrund

Wetter: Sonnig und Wolken bei 20 Grad.

Anmerkung: Habe eine Internetseite für Fähren gefunden bei der man auch die Tickets kaufen kann https://www.directferries.com/global/index.html. Der Fahrpreis ist dort aber erheblich teurer und ich habe keine Buchung bis zum Ende ausprobiert.

Dubi

Gesehen am Tisch im Restaurant Nagata-ya

03.11.2022 – Hiroshima / Tag 2

Viel Organisation und nicht immer einfach. Obwohl jeder hier mit seinem Handy verheiratet zu sein scheint, ist die Kommunikation manchmal sehr schwierig. Sie sind ja alle sehr freundlich und hilfsbereit aber oft kommt man mit diesen Eigenschaften nicht weiter.
Ich gebe euch wieder ein Beispiel. Ich buchte am 1. November über Solaseed Airline 2 Flugtickets von Kagoshima nach Okinawa, weil es direkt bei der Airline billiger ist als über Checkfelix. Funktionierte eigentlich gut. Zahlen musste man bis spätestens 4. November, ansonsten verfällt das Ticket. Nun gut, dann gleich zahlen. Sicher ist sicher. Keiner meiner 3 Kreditkarten wurde akzeptiert. Fehlermeldung: „Überlastung oder Fehler bei der Kreditkarte.
Morgen ist auch noch ein Tag, habe noch 2 Tage Zeit. Am nächsten Tag versuchte ich es mit allen 3 Karten incl. Martinas Kreditkarte nochmals. Wieder die gleiche Fehlermeldung. Gut dann morgen nochmal.
Jetzt war schon der 3. November (auch noch Feiertag) und es funktionierte noch immer mit keiner Karte. Dann rief ich bei der Fluggesellschaft an. Bisschen englisch sprach die Dame schon. Sie erklärte mir, dass ich nur mit einer japanischen Kreditkarte zahlen kann oder „poiskaidan„. Was dies bedeutet, weiß ich bis jetzt nicht. Das Telefonat war danach eigentlich nur noch:
Dame: poiskaidan – oder so ähnlich
Ich: What does it mean poiskaidan
Dame: poiskaidan
Ich: I do not understand
Dame: poiskaidan
Ich: What can I do
Dame: poiskaidan
Ich bedankte mich für die Information und legte auf.
Auf der Homepage wurde dann beschrieben, wie man den Betrag noch begleichen kann. In einer Bank, leider war heute Feiertag und alle Banken hatten natürlich geschlossen, oder in einem Lawson Mart, Family Mart oder Seven Eleven.
Wir wechselten dann zu unserem neuen Hotel. An der Rezeption fragte ich die Dame, ob sie schon von poiskaidan gehört hat. Sie schaute mich mit großen Augen an und verneinte. Daneben stand ein junger nicht Japaner. „Can I help you“? Ich erzählte ihn mein Problem. Der liebe Gott hat mir Evan aus New York geschickt. Er lebt seit 7 Jahren in Tokio und hat Japanologie studiert. Spricht hervorragend japanisch und was für uns noch wichtiger ist, dass er es lesen kann. Er ging mit uns zum Lawson Mart und machte die Überweisung am Automat. Auch nicht ganz einfach für ihn. Ich hätte aber so etwas von keiner Chance gehabt, dies zu machen. Am Automat war alles nur auf japanisch beschrieben. Es hat geklappt. Der Automat spuckte einen Zettel aus, mit dem man dann an der Kassa bezahlte und dafür einen 9stelligen Code bekam. Diesen gab ich dann auf der Homepage von Solaseed ein und bekam dann endlich meine e-Tickets für den Flug. Tipp von mir: Wenn man einen Flug von Solaseed bucht, sollte man dies über eine Plattform wie zB checkfelix machen.

Automat LOPPI bei Lawson
Evan from Heaven
An der Kassa bekommenen Zettel mit dem 9stelligen Code

Mit 2 Leihrädern vom Hotel fuhren wir dann zum Ort, wo am 6. August 1945 um 08:16 die erste Atombombe explodierte.

Auf die Metropole wurde am Morgen des 6. August 1945 aus dem B-29 BomberEnola Gay der USAAF die Atombombe Little Boy abgeworfen. Die Explosion in ca. 600 Meter Höhe zerstörte um 8:16 Uhr Ortszeit ungefähr 90 % der bis dahin unbeschädigten Stadt. Insgesamt wurden 70.000 der 76.000 Häuser zerstört oder schwer beschädigt. Bei diesem ersten Einsatz einer Kernwaffe in einem Krieg wurden etwa 70.000 Personen sofort getötet. Insgesamt starben bis Ende 1945 schätzungsweise 140.000 Menschen. Die noch lebenden Opfer des Angriffs werden in Japan als „Hibakusha“ bezeichnet und leiden an den Folgen der Verstrahlung bis heute.

A-bomb Dome – Friedensdenkmal in Hiroshima
Das Gebäude wurde nach einem Entwurf des tschechischen Architekten Jan Letzel erbaut und im April 1915 fertiggestellt

Friedensgedächtnismuseum HIROSHIMA

vorher

Persönliche Gegenstände von drei Mittelschülern 900 m vom Explosionszentrum entfernt

Dreirad
1.500 m vom Explosionszentrum entfernt

Ein tolles Museum mit leider erschreckendem Hintergrund. Viele Fotos und Utensilien zeugen vom Leid und Kummer. Viele Schulklassen sind hier unterwegs, denen die Geschichte näher gebracht wird.

Hoffentlich passiert so etwas nie mehr

Unterkunft: Super Hotel Hiroshima Yagenboridori; € 285 für 3 Nächte incl. Frühstück; das Hotel liegt in einem Rotlichtviertel; sehr schönes modernes Hotel; Radverleih gratis.

02.11.2022 – Himeji / Hiroshima

Abschied von Koyasan

Nach einem wieder eigenartigen Frühstück verließen wir das Kloster samt ihren Mönchen und Mönchinnen und machten uns Richtung Hiroshima auf den Weg. Das irrtümliche gekaufte 2 Tagesticket wurde umgetauscht. So konnten wir bis Shin-Imamiya ohne zusätzliche Kosten zurückfahren. Nach 3 weiteren Zugwechsel stiegen wir dann in Shin-Osaka in den Shinkansen um und fuhren nach Himeji (sprich Himetschi nicht Himai – sonst verstehen sie dich nicht 🙄), wo wir einen 4 stündigen Zwischenstopp, für die Besichtigung der Burg Himeji, machten. Das Gepäck verstauten wir in einem Schließfach am Bahnhof.

Shinkansen
Burg Himeji

Sie ist eines der ältesten erhaltenen Bauwerke aus dem Japan des 17. Jahrhunderts. Die Burganlage, die aus 83 einzelnen Gebäuden besteht, gilt als schönstes Beispiel des japanischen Burgenbaus und hat den Beinamen Shirasagijō (白鷺城, dt. „Weißer-Reiher-Burg“), eine Anspielung auf ihre weißen Außenmauern und Dächer. Trotz ihrer architektonischen Schönheit, wie z. B. ihr spiralförmiger Grundriss, sind ihre Wehranlagen hoch entwickelt, so dass die Burg als praktisch uneinnehmbar galt.

In der Burg Himeji wurden bis jetzt viele Filme gedreht. Am berühmtesten ist die Serie 007 mit dem Film „You only Live Twice“. In dem Film wurde die Burg als Trainingslager der Ninjas benutzt.

Eine Wunderburg: Im Zweiten Weltkrieg hat die Stadt Himeji zwei Luftangriffe erlebt. Die Stadt wurde völlig abgebrannt. Auf die Burg sind auch Bomben gefallen, aber zum Glück sind die Bomben nicht explodiert und die Burg ist nicht abgebrannt. Am nächsten Tag, nach dem Luftangriff, war die Stadt Himeji völlig abgebrannt. Nur die Burg Himeji ragte empor. Die Leute haben geweint vor Freude, als sie gesehen haben, dass die Burg geblieben ist.

Innenausstattung der Burg
Japanische Garten war bei unserem gekauften Ticket auch dabei

Danach fuhren wir weiter nach Hiroshima. Wir kauften ein Ticket am Schalter für 16:48 Uhr und gingen, da wir noch ein bisschen Zeit hatten, shoppen. Der Zug war lt. Schalterdame, schon ziemlich ausgebucht, sodass wir nur mehr 2 Plätze links und rechts vom Gang reservieren konnten. Um 16:42 fanden wir uns am Bahnsteig ein, wo schon der Zug auf uns wartete. Wir stiegen ein und wunderten uns, dass außer uns keine weitere Person im Wagon anwesend waren. Wir gaben natürlich der Schalterlady die Schuld und freuten uns über den gewonnen Platz. Nach einiger Zeit kam dann sogar ein Schaffner (eher selten der Fall) und verlangte unsere Tickets. Wir waren im falschen Zug aber in der richtigen Richtung. Nächste Station war Endstation. Unser eigentlich richtiger Zug fuhr irgendwann an uns mit so ca. 280 km/h vorbei. Glück im Unglück, wir stiegen aus, auf der anderen Seite wieder ein und fuhren 2 Minuten später weiter. Wir kamen natürlich etwas später in Hiroshima an, aber doch !!!

Doch eher leer 😂

Unterkunft: Hotel Apricot (Adult only); Love Hotel (bei uns auch Stundenhotel), 1 Nacht € 82 incl. Frühstück; wenn man aus dem Zimmer will muss man die Nummer 9 anrufen, danach wird die Zimmertür entsperrt und man kann raus. Wahrscheinlich ist das zur Sicherheit der männlichen Spezies, falls die Dame doch keinen Gefallen an ihm findet. Zum Wiedereintritt bekommt man eine Karte, die man dann bei der Rezeption abgeben muss. Dann wird das Zimmer wieder entsperrt und man kann rein. Wir buchten es über booking.com. Super Frühstück 🤟

Love Hotel Apricot

Anmerkung: Am Abend waren wir in einem einheimischen Lokal essen. Es gab Fleisch, das man sich selber grillen musste. Menükarte nur auf japanisch. Die Kellnerin voll nett aber kein Englisch. Obwohl ich kein Fan von Google bin, ist der „Google Übersetzer“ ein Muss in diesem Lande. Zusätzlich braucht man noch „Bixby Vision“ ohne der nichts zu lesen ist. Wir lasen damit die Menükarte und kommunizierten mit der Kellnerin mit dem Übersetzer (Unterhaltung). Internet pur !!
Noch ein Beispiel: Habe gestern einen Flug online gebucht. Alles war auf englisch. Nach dem Zahlungsvorgang kam plötzlich eine Meldung auf japanisch. Ohne Bixby hätte ich die Fehlermeldung nicht entziffern können und nicht gewusst, ob die Zahlung erfolgte oder nicht. Zur Info: Die Zahlung wurde abgelehnt.
AN ALLE REISENDE NACH JAPAN: Installiert euch den Google Übersetzer und „Bixby Vision“. Dann geht alles viel leichter und ihr könnt hier überleben.

Beim Bezahlen am Abend in einem Restaurant, wurde dann meine Mastercard nicht akzeptiert. Nachforschungen meinerseits ergaben, dass mein Limit schon erreicht war. Anruf über Skype. Schreiben sie uns ein Email und wir werden das Limit erhöhen. Bearbeitungszeit etwa 2 Wochen; oder sie überweisen Geld, ist dann in 2 Tagen erledigt. Ich habe jetzt Geld überwiesen.

Ungewöhnlich

01.11.2022 – Koyasan bei Regen

Zum Frühstück gab es Tee, Mandarinen und Äpfel von uns am Zimmer um 10:00. Herrlich ! Zur Mittagszeit machten wir uns zu unserem schon bekannten Kaffee auf. Cappuccino und eine Kreation eines Apfelkuchens verschwanden in unseren Därmen. Wow, ich bin fast schon ein Poet.

Ein Tempel wurde es auch noch auf unserem Heimweg. Zufällig entdeckt ! Sehr schön und keine Besucher.

Kongosanmai-in
Gottseidank ist der Vogel nicht in sein Nest zurückgekommen

Morgen geht es weiter. Wir freuen uns schon auf normale Sessel, Tische und Betten. Die letzten 3 Tage verbrachten wir die meiste Zeit am Boden. Dieser klassische Wohnstil Ryokan, den wir 3 Tage erleben durften, war ein besonderes Erlebnis für unsere alten Knochen bzw. unseren jetzt deformierten Rücken.

Wetter: Erstmals Regen bei 14 Grad.

Anmerkung: In den Unterkünften gibt es keine Kästen und Schränke. Man lebt quasi aus dem Koffer bzw. Rucksack oder vom Sessel. Dafür gibt es immer Schlapfen (Pantoffeln für unsere deutschen Freunde), Nachtgewand und Badeutensilien.

Nachtgewand im Kloster
Gemeinschaftsbad ist super, da man nach seinem Waschvorgang in das warme Becken gehen kann.
Blick in den Garten aus unserem Zimmer

31.10.2022 – Koyasan

Good morning Japan – おはよう日本

Klo im Zimmer

Um 07:00 gab es schon Frühstück. 3 Grad Außentemperatur. Wir mussten zum Glück nicht im Freien essen. Frühstück war japanisch. Misosuppe, Tofustück, gesüßte Bohnen und einiges anderes Undefinierbares. Ersten zwei Sachen waren gut. Morgen überlassen wir die köstliche Morgenabe lieber den Mönchen und gehen später in ein heute entdecktes Kaffeehaus.

Gegen Mittag machten wir uns auf, um uns die restlichen Sehenswürdigkeiten einzuverleiben. Vorher aber fuhren wir noch mit dem Bus zum Bahnhof um unsere irrtümlich falsch gekauften Tickets zurück nach Osaka umzutauschen. „Wir können diese erst am Abreisetag umtauschen !!“ Wir werden berichten, ob es funktioniert hat.
Nur zur Info: Es gibt ein Kombiangebot für 2 Tage: Zugfahrt von Osaka nach Gokurakubashi, Zahnradbahn rauf zur Koyasan Station und wieder beides am nächsten Tag retour. Bustickets für Koyasan sind auch darin enthalten, sowie einige Vergünstigungen für Eintritte und Restaurants. Wir haben nicht gecheckt, dass es nur für 2 Tage ist. Wir sind 3 Nächte hier, obwohl eine bzw. zwei auch gereicht hätte.

Konpon Daitõ
Konpon Daitõ bei Nacht

Abendessen war wie immer um 18:00. Wir fanden uns kurz nach 18:00 am schon uns bekannten Platz ein. Es waren viel mehr Gedecke als am Vortag angerichtet. Danach kam eine große Reisegruppe von Franzosen in unseren Raum. Nachdem wir schon 2 von unseren Suppen und ein bisschen Tempura gegessen hatten und einige Franzosen keinen Platz mehr gefunden hatten, wurden wir vom einheimischen Personal nach unserer Zimmernummer gefragt. Kurzum, wir waren am falschen Platz. Das Essen wurde entfernt, wir wurden in einen andern Raum gebracht wo wieder ein volles (besseres) Menü bereitstand. Nach weiteren 2 Suppen waren wir dann eigentlich schon satt und aßen nur mehr ein bisschen von den unbekannten anderen Köst- und Unköstlichkeiten.

Ausgebucht

Danach drehten wir noch eine Runde durch den Friedhof. Leider konnten wir auch am heutigen Halloween keine Geister und Untoten sehen.

Wetter: Sonnig und wolkig bei 18 Grad.

Anmerkung: Toiletten gibt es hier überall, die alle sehr sauber und gepflegt sind. Leider ist das Klopapier sehr oft so dünn, dass es für unsere Gewohnheiten kaum benutzbar ist, ohne es zig mal zu stapeln. Die durchschnittliche Länge einer Klopapierrolle ist bei uns etwa 30 Meter.

Herbst

30.10.2022 – Koyasan

Kyoto -> Osaka -> Shin Imamiya (in Osaka) -> Gokurakubashi (Nankai Train) -> Koyasan (Zahnradbahn). 2:30 Stunden Fahrzeit. Bis Shin Imamiya kann man mit dem JR-Pass fahren, dann muss man zahlen.

Gokurakubashi
Zahnradbahn nach Koyasan


Von der Endstation des Nanaki Train in Gokurakubashi muss man dann mit der Zahnradbahn zum Koyasan Bahnhof fahren. Dort fahren dann die Busse zu den jeweiligen Tempeln oder Unterkünften. Wir bleiben 3 Nächte hier und übernachten in einem Kloster mit Halbpension. Um 12:00 waren wir bei unserer Unterkunft und checkten ein. Wir konnten unser Gepäck schon in das Zimmer bringen, aber es erst um 15:00 beziehen obwohl es schon fertig war. Das hatten wir bis jetzt immer so. Erst ab 15:00 darf man in die Unterkunft, keine Minute früher.

Unser Zimmer No. 7

Wir nutzten die Zeit für einige Sehenswürdigkeiten.

Mausoleum von Tokugawa
Weiss ich nicht, aber schön

Um 16:30 waren wir zurück, bezogen unser Zimmer und begaben uns zur um 17:00 Uhr stattfindenden Zeremonie mit den Mönchen. Am Boden auf einem Polster oder auf einem Sesserl sitzend, lauschten wir zuerst einige Worte des Zeremonienmeisters. Dann meditierten wir 40 Minuten. Das heisst totale Ruhe; nur mit sich selber. In sich gehen !! Ich fand nachher fast nicht mehr aus mir heraus. Es war eigentlich schön.

Zeremonie

Nachher gab es Abendessen. Nur vegetarisch, wie uns schon bei der Buchung gesagt wurde. Für diesen Preis, kann man nichts anderes erwarten (sh. bei Unterkunft). Es war ein Erlebnis im Türkensitz.

Jeder hat sein Platzerl

Unterkunft: Rengejõin Tempel, Tempel mit schönem Garten mit Halbpension. Gemeinschaftsbad, aber dafür eigenes Klo. Von der Seilbahnstation mit dem Bus 5 Minuten bis Isshin-guchi. Preis: € 820 für 3 Nächte !! Wir haben etwa 1 Woche vorher telefonisch (0736-56-2233) reserviert.

Wetter: Sonnig bei 14 Grad. Wir befinden uns auf einer Höhe von etwa 850 m.

Anmerkung: Hunde dürften hier etwas besonderes sein. Viele werden in einem Kinderwagen herumgeführt. Fast alle Hunde sind verkleidet.

29.10.2022 – Kyoto / Osaka

In 34 Minuten ist man mit der Bahn in Osaka. JR-Pass kann dafür verwendet werden. Dort wechselten wir in die „Osaka Loop Line“ (auch mit dem Jr-Pass umsonst) und fuhren zur „Osakajokoen Station“ zum Osaka Castle.

Das Ovale ist die Loop Line
Blick vom Wehrturm über Osaka
Mit 2,7 Millionen Einwohnern ist Osaka nach Tokio und Yokohama die drittgrößte Stadt Japans und die zweitgrößte Großstadt durch Verordnung. Mit den ca. 17,5 Mio. Einwohnern imBallungsgebiet Keihanshin (um Osaka, Kyõto und Kõbe) belegt Osaka auf der Liste der größten Metropolregionen der Welt Rang 14 und bildet innerhalb Japans den Gegenpol zum Kantõ-Gebiet um Tokio.

Die Burg Osaka mit dem schönen Parkgelände bietet einen entspannten Ausgleich zu den Betonbauten der Stadt. Entstanden im 15. Jahrhundert wurde die Burg Osaka auf Befehl von Feldherr Toyotomi Hideyoshi erbaut.
Den Besuch in die Burg kann man sich getrost sparen, wenn man nicht an Kultur und Geschichte interessiert ist. Innen ist die Burg modern und nicht authentisch. Einzig die Aussicht vom Wehrturm über Osaka ist schön.

Danach machten wir eine 40-minütige Bootsfahrt am „Daini Neyagawa River“ unweit der Burg. Unspektaklulär !! Wenn man ein Kombiticket für das Boot- und das Schloss kauft, spart man sich Yen 200 pro Person !

Highlite vom Boot aus: Osaka City Central Public Hall

Mit der „Osaka Loop Line“ fuhren wir dann weiter zu „JR-Namba Station“. Dotonbori und Shinsaibashi sind dort die Highlites. Achtung: Bei der Station „Imamiya“ muss man den Zug wechseln. Wenn alle Leute aussteigen, der Zug gesäubert wird und die Zugsführer am anderen Ende des Zuges wieder einsteigen, spätestens dann, sollte man sich Gedanken machen, ob man noch richtig ist. Wir schafften gerade noch den Ausstieg bevor wir wieder zurückfuhren.

Dotonbori – der Times Square von Osaka

Dotonbori ist der Hotspot von Osaka für alle auf Japanreise und besonders die Nachtschwärmer. Die Straßen des Viertels sind voller hoch aufragender Neonreklamen, Clubs, Bars und Japan Restaurants, in denen lokale Spezialitäten angeboten werden. In Dotonbori erlebt man während der Japanreise ein Paradies zum Shoppen und an kulinarischen Genüssen. Ein besonderes Erlebnis ist das Eintauchen in das Nachtleben von Osaka.

Ein geiles super Viertel

Dotonbori bietet seit über 400 Jahren Unterhaltung pur

Die Ursprünge des Stadtviertels Dotonbori reichen bis in das frühe 17. Jahrhundert zurück, als ein ortsansässiger Geschäftsmann die Ufer des Flusses Dotonbori in der Hoffnung auf bessere Geschäftsmöglichkeiten verbreiterte. Innerhalb von 50 Jahren gewann die Gegend immer mehr an Beliebtheit, sodass hier sechs Kabuki und fünf Bunraku Theater (Puppentheater) entstanden. Rund 400 Jahre später ist diese Gegend immer noch ein Unterhaltungszentrum, das Einheimische und Touristen auf Japanreise gleichermaßen anzieht.

Die Arbeitslosenrate liegt bei 2,5 %. Wir verstehen das jetzt schon langsam. Für alles ist Personen abgestellt, die einen weiterhelfen. Bei uns gibt es manchmal auch Schilder dafür. Manchmal ist es sehr hilfreich, manchmal auch ein bisschen unnötig.

Ich musste wissen was auf den Schildern steht. Mittels der Applikation „Bixby Vision“ wurde folgendes übersetzt.

Wetter: Sonnig bei 21 Grad.

Anmerkung: Martina meint, dass man fremdbestimmt wird (wie im Sozialismus). Ich finde es super. Es wird nichts dem Zufall überlassen. Alles ist geregelt.

Am Abend erstmals „Running Shusi“

Bestellung über Tablet oder life nehmen
Sushi: Hamburg Steak

28.10.2022 – Kyoto

Macha Eis:


Matcha ist ein zu Pulver vermahlener Grüntee, der in der japanischen Teezeremonie verwendet wird. Er hat eine intensive grüne Farbe und einen lieblich-süßlichen, in späteren Pflückungen leicht herben Geschmack. Der Tee enthält Catechine sowie Carotine und die Vitamine A, B, C und E.


Heute wieder mit dem Rad unterwegs. Zweimal mussten wir pro Rad Yen 200 (€ 1,40) für das Parken zahlen. Natürlich waren wieder Tempel und Schreine unser Ziel. Es ist unglaublich, wieviel unterschiedliche schöne Tempel und Schreine es gibt. Man glaubt schon alles gesehen zu haben, aber es ist jedesmal ein neues schönes Ereignis.

Ginkaku-ji Tempel (Silbener Pavillon):

Im Nordosten der Stadt, im Viertel Ginkakuji liegt die einst eine private Villa des Shõguns Ashikaga Yoshimasa, die ihm nach den Rückzug aus dem politischen Leben ab 1482 als Altersruhesitz diente. Es ist ein nettes Viertel mit netten Lokalen und Geschäften. Mit dem Fahrrad muss man beim Autoparkplatz parken und Yen 200 pro Rad bezahlen.

Unglaublich, es gibt sie doch. Ein Mistkübel in Ginkakuji. Der erste auf unserer Reise.
Silbener Pavillon

Higashiyama Area:

In der Tat echte Personen
Sehr viel los

Ryozen Kannon:

Die Kannon wurde 1955 vom Gründer des Bus-Unternehmens Teisan-Group, Ishikawa Hirosuke († 1965), als Andachtsstätte für den Weltfrieden gestiftet.

Kiyomizudera Tempel:

Ursprünglich stammt der Tempelkomplex aus dem Jahr 798, die heutigen Hallen wurden jedoch bis 1633 neu erbaut.

Wetter: Sonnig bei 22 Grad.

Anmerkung: Als Fußgänger und Radfahrer ist man in diesem Lande absolut sicher. Sogar wenn man bei Rot eine Straße passiert, halten die Autos und geben Vorrang. Kein hupen kein böses Wort.

Es wird nichts dem Zufall überlassen
Handarbeit – es wird händisch gestampft
Alles kleiner

27.10.2022 – Kyoto / Nara

Guten Morgen an alle Follower

Mit dem Zug um 08:49 nach Nara. Da keine Sitzplatzreservierung möglich war, passierten wir einfach mit dem JR-Pass die Kontrolle und suchten unseren Sitzplatz selber aus. So einfach geht das. Nach 1 Stunde erreichten wir Nara die ehemalige Kaiserstadt.

Bahnhof von Nara ist schön; die Stadt nicht sehenswert

Nara war in der Nara-Zeit von 710 bis 784 unter dem Namen Heijõ-kyõ die Haupstadt Japans. Aus dieser Zeit stammen die meisten der großen Tempelanlagen. Zwar verlor die Stadt nach der Verlegung der Hauptstadt nach Kyõto an Bedeutung, die buddhistischen Tempel und Shintõ Schreine jedoch bauten ihre Macht schrittweise aus und überstanden bis heute.

Kofukuji Tempel:
Die meisten japanischen Tempel enthalten ein anerkanntes nationales Kulturgut, der Kofukuji jedoch gleich vier: eine fünfstöckige Pagode, eine dreistöckige Pagode, die Hokuendo- und die Tokondo-Halle. Außerdem wurde er von der UNESCO zur Weltkulturerbestätte erklärt.

Im Nara-Park gibt es die berühmten zahmen Hirsche, die frei herumlaufen und darauf warten gefüttert zu werden. Manche sind sehr dreist und stossen, zwicken und knabbern an deinem Gewande. Über 1000 sollen es sein. An kleinen Ständen, werden Kekse für Yen 200 verkauft. Auch wenn diese lecker aussehen, sind sie für das Wild bestimmt. Mir hat es auch geschmeckt. Der Überlieferung zufolge soll ein zum Schutz der neugegründeten Stadt 710 aus Westjapan herbeigerufener Kriegsgott auf einem Hirsch erschienen sein.

Um Yen 200 kann man Futter kaufen
Viele Schulklassen

Todai-ji Tempel:
Die Haupthalle ist mit einer Breite von 57,01 Metern, einer Tiefe von 50,48 Metern und einer Höhe von 48,74 Metern das größte rein aus Holz gebaute Gebäude der Welt. Sie beherbergt die größte buddhistische Bronzestatue.
Die aus Bronze gegossene Figur ist alleine 15 m hoch, 452 t schwer und mit Sockel ca. 18 m hoch. In der Tempelanlage befindet sich auch ein Schrein der Shintō-Gottheit Hachiman, der in der Nara-Zeit (710–794) zum Schutzgott des Großen Buddha erklärt wurde. Bemerkenswert ist auch das Eingangstor (Nandaimon) aus dem Jahr 1199 mit den beiden rund 8,5 m hohen Wächterstatuen (Niô).

Man beachte den betenden Mönch als Vergleich
Geregnet hat es nicht

Kasuga Taisha
Der Kasuga Taisha gilt als eine der heiligsten Stätten von ganz Japan. Als Schrein zahlreicher Götter lockt er sowohl Gläubige als auch Touristen an, die typische shintoistische Praktiken erleben möchten.

Wetter: Bewölkt bei 19 Grad.

Anmerkung: Unter der Woche sind sehr viel Schulklassen unterwegs. Am Wochenende sehr viele Einheimische. Wir glauben, dass die Japaner ein sehr reisefreudiges Volk sind. Es sind viele Unterkünfte an Wochenenden ausgebucht. Quasi ist immer etwas los in Japan; manchmal zu viel !

Find ich großartig, dass man auch diagonal gehen kann. Ist ziemlich oft in Japan zu sehen.
Ohne Worte